Kleine Einsteins

Das erste Science Slam für Kinder fand in Rostow-am-Don statt

In einem wissenschaftlichen Wettbewerb namens Science Slam nehmen üblicherweise Studenten und junge Wissenschaftler teil.  Ende Mai wurde in Rostow-am-Don das erste Science Slam in der Welt für Kinder organisiert. Einige von den Teilnehmern kamen in die Hauptstadt am Don sogar aus Deutschland.

Das Format des Sceince Slam trotz seinem englischen Namen wurde in Deutschland bereits vor zehn Jahren erfunden. Paar Jahre später wurde es auch in Russland populär und bekam in diesem Jahr die Auszeichnung des russischen  Ministeriums für Bildung und Forschung als das beste populärwissenschaftliche Projekt des Jahres. 2011 fand das erste Science Slam zwischen Deutschen und Russen statt, und nun – das erste für Kinder beider Länder.

Kinder mussten entsprechend dem Format des Science Slam in 10 Minuten interessant und einige wissenschaftliche Fakten einfach erklären. Jemand musste über DNA erzählend, jemand über Spionagetechnologien in der Landwirtschaft, über Nutzen einer Zahnspange, über die Theorie der Radioaktivität, über prähistorische Stämme oder über den Fortschritt im Bahnbau. Junge Redner wurden von Gregor Bühning, der Ideologe und Gründer von Science Slam, und von den Organisatoren des Projektes in Rostow Sergey Sawtschuk und Jana Dolzhanskaja.

Die 14-Jährige Jana Lyakh sprach über die Technologien, die den Landwirtschaften sowie auch Kleingärtner nutzen könnten. Die Schülerin hat auf der Bühne gezeigt, wie man ein einfaches Gerät für Vertreibung der Maulwürfe. Sie nahm eine einfache Plastikflasche, eine Schere, einen Textmarker, einen kleinen Zweig. Paar einfache Bewegungen – und ein „Ultraschalschwinger“ war fertig. Mit dieser Vibration kann man Maulwürde abschrecken. Jana Lyakh hat diesmal Science Slam gewonnen. Der junge Teilnehmer aus Deutschland Benedikt Leonhardt hat auch einen Hauptpreis bekommen.

Science Slam für Kinder fand im Rahmen der Deutschlandtage in Rostow-am-Don statt. Mehr als 30 Veranstaltungen wurden an diesen Tagen organisiert: Vorlesungen, Workshops, Filmvorführungen, Ausstellungen, Wettbewerbe. „Für die deutsche Botschaft in Moskau sind die „Deutschlandtage“ das wichtigste Projekt der Zusammenarbeit mit den russischen Regionen“, – hat der Vertreter der Botschaft Moritz Deutschmann erwähnt. – Jedes Jahr bekommen wir zahlreiche Bewerbungen aus russischen Städten. Wir freuen uns, dass man ständig neue und originelle  Ideen vorschlägt“. Das Festival in der Hauptstadt am Don ist seiner Meinung nach gelungen und Science Slam für Kinder war besonders interessant und spannend.

Noch ein Ereignis, das Rostow im Mai erlebt hat, war der Besuch einer jungen  Delegation aus der Partnerstadt Dortmund. Junge Aktivisten haben aktuelle Fragen der Jugendpolitik und weitere Zusammenarbeit zwischen beiden Städten diskutiert. Sie haben sich die Hochschulen in Rostow angeschaut und die Nachbarstädte Taganrog und Starotscherkassk besucht.

Wie die Leiterin des Büros für auswärtige Angelegenheiten der Stadt Rostow Maria Krylosowa erwähnt hat, mit dem Besuch aus Dortmund wurde das Jahr der deutsch-russischen Jugendaustausches für Rostow eröffnet. Die offizielle Ankündigung findet am 9. Juni in Moskau statt.

Autor: Elena Korschunowa, http://www.rostov-gorod.ru/index/news/5/660642/

Übersetzung: Maria Khavanova

Quelle: Moskauer Deutsche Zeitung Nr. 10 (425), 27.05.2016

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Städtepartnerschaft praktisch und zukunftsorientiert denken

Die Unterstützung der Städtepartnerschaften gehört zu den Zielen der Deutsch-Russischen Akademie Ruhr. Letzten Mittwoch (25.5.2016)

durfte ich unser Projekt Herrn Michail Rebro, dem Leiter des Büros für Auswärtige Angelegenheiten in Rostow-am-Don, vorstellen. Herr Rebro war zu Besuch in der Partnerstadt Dortmund, um mit Dortmunder Kollegen über ihre Erfahrungen mit der Vorbereitung der Fußball-Weltmeisterschaft zu sprechen. WM 2018 findet in Russland statt, und auch  Rostow-am-Don wird zu einem Spielort. „Das ist sehr praktisch, wenn die Partnerstadt bereits Erfahrungen damit hat, so können wir davon profitieren und Fehler vermeiden“, so Michail Rebro.

Während des Gesprächs wurden einige Ideen für die weitere Zusammenarbeit geboren. Wir möchten gerne ein regionales Forum der Partnerstädte organisieren, weil die Städtepartnerschaft zwischen Rostow und Dortmund nicht die einzige im Ruhrgebiet und in der Region Rostow-am-Don ist. Die Partnerstadt von Lüdenscheidt ist Taganrog, von Iserlohn – Nowotscherkassk und von Gelsenkirchen – die Stadt Schakhty. Alle Städte hatten eine ähnliche wirtschaftliche Struktur, nämlich den Bergbau. Jetzt muss man neue Ideen für die Städtepartnerschaften suchen, z.B. im Bereich IT, Service oder Jugendaustausch.

Jugendaustausch zwischen den Partnerstädten ist  eine viel versprechende und zukunftsorientierte Form der Zusammenarbeit. Im Mai haben Jugendliche aus Dortmund Rostow besucht und dort an einem Science Slam und an den Feierlichkeiten zum 9.Mai teilgenommen. Ende September – Anfang Oktober kommen junge Menschen aus Rostow nach Dortmund mit einem Gegenbesuch. Außerdem hat Herr Rebro erzählt, dass er in Rowtow-am-Don ein Gymnasium gibt, wo die Schüler schon in der 1. Klasse Deutsch lernen und natürlich Interesse an Begegnungen mit Deutschland haben.

Wir hoffen, dass der Erfahrungsaustausch über die Organisation der WM und die Jugendprojekte  neue Impulse für die Städtepartnerschaft zwischen Dortmund und Rostow geben!

Wir danken Andreas Schulz, Ansprechpartner für Städtepartnerschaften, für die Organisation des Treffens.

Michail Rebro (Rostow-am-Don) und Maria Khavanova (Dortmund)

Michail Rebro (Rostow-am-Don) und Maria Khavanova (Dortmund)