,,Tschick“ ist eine Verfilmung vom gleichnamigen Roman von Wolfgang Herrndorf. Der Film ist ein Drama und eine (Liebes-) Komödie. Da er hauptsächlich auf der Straße spielt, wird er als Roadmovie bezeichnet. Regie in dem Roadmovie führte Faith Akin. „Tschick“ wurde in Deutschland produziert und erschien am 15. September 2016 in den deutschen Kinos. Die Hauptdarsteller sind Anand Batbileg (Andrej Tschichatschow, „Tschick“) und Tristan Göbel (Maik Klingenberg).

(c) tschick-film.de

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Der Roadmovie spielt im Osten von Deutschland und in Berlin.                                                                                                                                                                                                                                              Der Film erzählt die Geschichte von Maik und Tschick, zwei 14-jährigen Jungen aus Berlin, die mit einem geklauten Lada quer durch den Osten von Deutschland fahren. Maik ist ein Außenseiter und wohnt mit seinen Eltern in einer Villa in Berlin-Hellersdorf, doch seine Mutter ist alkoholkrank und muss in den Sommerferien in die Entzugsklinik. Zu seinem Vater, der mit seiner Sekretärin auf Geschäftsreise fährt während die Mutter weg ist, hat er ein schlechtes Verhältnis. Tschick wird als asozial bezeichnet, da er teilweise betrunken zur Schule kommt und mit seinem Bruder in einem der Hochhäuser in Marzan lebt. Er hat es von der Förderschule bis aufs Gymnasium geschafft. Beide sehnen sich nach der Freiheit das tun zu können was sie wollen und nach einer Auszeit von ihrem Leben in Berlin, deshalb begeben sie sich auf die Reise ohne ein genaues Ziel vor Augen zu haben. Anfangs kann Maik Tschick nicht leiden, doch mit der Zeit entwickelt sich eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden. Die Hauptthemen in „Tschick“ sind Freiheit und Freundschaft. Außerdem werden Jugendprobleme und die Liebe thematisiert. Der Film beruht auf wahren Begebenheit

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Mir haben die Themen des Films sehr gut gefallen, da sie zeitnah sind, eine wichtige Rolle im Leben spielen und für Jugendliche und Erwachsene interessant sind. Jedoch war die Umsetzung meiner Meinung nach nicht ausführlich genug und Nebenthemen wurden nur kurz angeschnitten. Die schauspielerische Leistung der Darsteller war im allgemeinen gut, aber Tschick hätte sich asozialer und Maik sich schüchterner verhalten können, um den Unterschied zwischen den beiden besser herauszustellen. Die Kulissen und Drehorte waren passend ausgewählt und abwechslungsreich.

Ich würde das Buch eher als den Film empfehlen, da im Buch alles detaillierter beschrieben ist und die Themen besser herauskommen. Dennoch ist der Film nicht schlecht gelungen und man kann ihn sich nachdem man das Buch gelesen hat gut angucken.



 

„Tschick“ von Wolfgang Herrndorf ist eine Mischung aus einem Drama und einer (Liebes-) Komödie. Der Film wurde hauptsächliche auf der Straße gedreht und wird deswegen als „Roadmovie“ bezeichnet. Die Regie führte Faith Akin, der Produzent war Marco Mehlitz und Rainer Klausmann war der Kameramann. Der Hauptdrehort war in Berlin und die Dreharbeiten starteten im Osten im Stadtteil Hellersdorf. Viele Szenen wurden in Halle (Saale) gedreht und in der Walachei. Am 15 September 2016 erschien der Film in den deutschen Kinos. Die Hauptdarsteller sind Tristan Göbel (Maik Klingenberg) und Anand Batbileg (Andrej Tschichatschow, Tschick).

Maik (Tristan Göbel, l

Der Film spielte rundum Berlin an abgelegenen Orten und Felder und am Ernst-Haeckel-Gymnasium in Werder (Havel). Die Hauptfigur Andrej Tschichatschow (Tschick) ist ein russischer Migrant und hat es von der Förderschule, in eine achte Klasse auf ein Gymnasium geschafft. Wenn er nicht grade alkoholisiert ist schreibt er gute Noten. Die andere Hauptfigur ist Maik Klingenberg und lebt mit seinen Eltern in einer reichen Wohnsiedlung in Hellersdorf. Seine Mutter ist Alkoholkrank und muss öfters in die Entzugsklinik. Sein Vater ein nahezu bankrotter Immobilienmakler, ist öfters mit seiner Geliebten auf Geschäftsreise. Herrn Klingenberg ist sein Ruf sehr wichtig und ihm rutscht öfters seine Hand gegen Maik aus und seine Sprache ist alles andere als Nett und ruhig.

Die beiden 14 Jährigen nahmen sich in der Schule nicht besonders wahr, bis die Sommerferien anbrachen. Maik war alleine zuhause in der großen Villa und Tschick hatte Langweile. Durch seinen Bruder lernte Tschick das Auto knacken kennen und erschien an einem sonnigen Ferientag mit einem geklauten Lada vor Maiks Villa. Ohne Karte und Kompass machten sie sich auf den Weg zur Walachei und begannen die Reise durch die ostdeutsche Provinz. Für  Maik, der Probleme Zuhause hat und in den Sommerferien alleine ist, war es eine Art Flucht und Ablenkung sich mit Tschick auf das Abenteuer einzulassen. Er war zusätzlich noch in ein hübsches Mädchen Namens Tatjana Cosic aus seiner Klasse verliebt, die ihn aber nicht beachtete und ihn nicht zu ihrer Geburtstagsparty einlud, weil sie ihn als Außenseiter sah.

Auf der Reise lernten sie Isa kennen, die ihnen dabei geholfen hatte ihre Reise fortzusetzen, indem sie ihnen geholfen hatte Benzin von anderen Autos und Lkws abzuzupfen.  Mit ihr erlebten sie viele Abenteuer und versprachen sich an einem Ort in 50 Jahren wiederzusehen.

Der schüchterne Maik veränderte sich durch die Reise mit Tschick, denn durch ihn wurde er selbstbewusster und traute sich auf der Geburtstagsparty aufzutauchen und Tatjana ihr Geschenk zu geben.

Die am Anfang nicht so engen Freunde Maik und Tschick erlebten während der Reise viele lustige und abenteuerliche Sachen, sowie Autounfälle. Ebenfalls flohen sie vor der Polizei. Diese Erlebnisse schweißten die beiden zusammen und es machte sie somit  zu wahren Freunden, welches am Ende besonders gut zum Vorschein kommt, wo die beiden sich vor dem Gericht wiedersehen.

Ich finde, dass das Thema sehr gut gewählt worden ist, weil die Mischung aus einem Drama und einer (Liebes-) Komödie zusammen gut harmoniert. Besonders gefallen hat mir die Umsetzung des Themas, die durch das Buch als auch durch den Film deutlich geworden ist. Die dazu passend ausgewählten Kostüme und Masken, sowie die Kulissen und Drehorte ergänzten diese. Gegen Ende des Filmes wurden einige Szenen durch Spezialeffekte und gutem Zusammenschneiden besonders hervorgehoben. Dies wirkte spannungs- und abwechslungsreicher.

Nicht überzeugt hat mich die Durchführung der einzelnen Szenen, sie wurden angedeutet, jedoch nicht ganz ausgeführt, wodurch nicht deutlich wurde was der Auto damit ausdrücken möchte. Ein offenes Ende hat zu diesem Film, meiner Meinung nach, nicht gepasst, denn ich finde bei dem Thema Freundschaft, Jugendprobleme und Liebe ist es spannender,  dies durch ein gutes Ende abzurunden und zu verdeutlichen wie es endet.

Insgesamt hat mir der Film „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf gut gefallen. Vor allem die Aktualität des Themas für Jugendliche und Erwachsene und die Umsetzung einzelner Figuren sind besonders gut gelungen. Der Film liefert eine gute Mischung aus einer (Liebes-) Komödie und einem Drama. Wer das Buch gelesen hat, könnte sich den Film dazu anschauen, allerdings find ich das Buch empfehlenswerter, da die Szenen dort ausführlicher und detaillierter beschrieben und ausgeführt werden.

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