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Auch die Partnerstädte machen Dortmund bunt!

 

Am Anfang Mai fand ein traditionelles City-Fest DortBUNT in Dortmund statt! An diesem Tag wird die kulturelle Vielfalt der Stadt gefeiert. Nicht nur unterschiedliche Künstler, nicht nur Vertreter vieler in Dortmund lebender Nationen, sondern auch internationale Kontakte mit den Partnerstädten machen Dortmund bunt. Auch die Repräsentanten von Rostow-am-Don waren dabei. Da zur gleichen Zeit die Feierlichkeiten anlässlich des Sieges über den Faschismus (in Russland Tag des Sieges) stattfinden, haben russische Gäste die Aktion „Georgsband“ nach Deutschland gebracht. Auch der Oberbürgermeister Sierau hatte das Band an als Gedenken an gefallenen Soldaten und Opfer des Krieges.


 

Zum Auftakt des zwei Tage dauernden Stadtfestes „DORTBUNT!“ begrüßte Oberbürgermeister Ullrich Sierau am Samstag (7.Mai) Gäste aus sechs der insgesamt neun Dortmunder Partnerstädte im Rathaus.

Gäste aus Partnerstädten besuchen 'DORTBUNT!

Gäste aus Partnerstädten besuchen ‚DORTBUNT!

Die Repräsentantinnen und Repräsentanten aus Xi’an, Buffalo, Rostow am Don, Leeds, Amiens und Zwickau hatte Oberbürgermeister Sierau zu dem Stadtfest eingeladen, das in diesem Jahr zum ersten Mal stattfindet. „Ihre Anwesenheit bei diesem für unsere Stadt neuen Ereignisses ist uns sehr wichtig und unterstreicht die Bedeutung dieses großen Stadtfestes“, unterstrich Sierau in seiner feierlichen Ansprache. Es sei die Quintessenz der Städtepartnerschaften, auf lokaler Ebene einen Beitrag zu Völkerverständigung, Freundschaft und internationalem Frieden zu leisten. „Dies tun wir gemeinsam mit Ihnen seit Jahren und haben auf diese Weise Herausragendes zum Wohle der Völkerverständigung erreicht“, so Sierau.

Der Oberbürgermeister betonte, dass mit DORTBUNT! die vielen Gesichter der Stadt gefeiert werden sollten und deshalb das Fest auch ein Zeichen für den Frieden, Vielfalt und Toleranz sei. Um die Bedeutung des besonderen Besuches für die Stadt-Annalen festzuhalten, trugen sich die Repräsentanten der Partnerstädte in das Goldene Buch der Stadt ein.

Autor: Gaye Suse Kromer Quelle: https://www.dortmund.de/de/leben_in_dortmund/nachrichtenportal/alle_nachrichten/nachricht.jsp?nid=414592


(c) dortmund.de

Delegation aus Rostow besucht das City-Fest DORTBUNT

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Rezension zum Buch von Benjamin Bidder „Generation Putin. Das neue Russland verstehen“

Wenn man heute in Deutschland über Russland diskutiert, spricht man meistens über die Politik Putins, also über die Politik in den obersten Machtetagen. Auch in Bidders Buch „Generation Putin“ steht die Politik im Vordergrund. Aber nicht nur sie: das Buch ist ein Versuch, den Einfluss der Politik auf den beruflichen und persönlichen Werdegang der jungen Russen darzustellen. Benjamin Bidder begleitet sechs junge Russinnen und Russen über 5 Jahre. Seine Protagonisten sind der Rollstuhlfahrer Alexander, die Oppositionelle Wera, die Patriotin Diana, die regierungstreue politische Aktivistin Lena, der Dachkletterer Marat und die Tschetschenin Taissa. Sechs unterschiedliche Schicksale, die doch etwas Gemeinsames haben: den Jahrgang 1991, d.h. sie haben den Kommunismus nicht mehr erlebt, an den ersten Präsidenten Russlands Boris Jeltzin haben sie nur vage Erinnerungen. Sie sind während der Ära Putins großgeworden. Alle mussten sich mit der neuen russischen Politik auseinandersetzten und sich selbst in der neuen kapitalistischen Realität zurechtfinden. Anders als zur Zeit ihrer Eltern gibt es heute keine offizielle Ideologie und sie können sich nicht auf die Erfahrungen ihrer Eltern stützen.

 

„Generation Putin“ ist eine Mischung aus den Biografien dieser sechs Personen und der Analyse der politischen Ereignisse der letzten 20 Jahren. Das Buch ist für alle zu empfehlen, die eine Übersicht über die Entwicklungen und Zusammenhänge der Geschehnisse in Russland schaffen möchten: vom Tschetschenien-Krieg und Putins Kampf mit dem Terrorismus über den Aufstieg der Partei „Einiges Russland“ und die Präsidentschaft von Dmitri Medvedev bis zu den gefälschten Parlamentswahlen im Dezember 2011 und Bildung der Opposition unter Anführung von Alexej Navalnyj.  Im Unterschied zu den meisten Zeitungsartikeln und Berichten bekommen die politischen Entwicklungen in diesem Buch ein menschliches Gesicht. Der Autor geht der Frage nach, wer konkret hinter der oppositionellen Bewegung in Russland steht oder wer der Nachwuchs der Regierungspartei ist.

Hervorzuheben ist die Geschichte von Alexander, einem jungen Mann mit körperlichen Einschränkungen, der von seiner Mutter weggegeben wurde nachdem er zur Welt kam. Der junge Mann lebt deswegen sein ganzes Leben im Internat für Menschen mit Behinderungen. Benjamin Bidder kennt Alexander besser als die anderen Protagonisten, weil Bidder seinen Zivildienst in diesem Internat absolviert hat. Die Geschichte von Alexander ist deshalb besonders authentisch. Im Gegensatz zu sowjetischen Zeiten haben Menschen mit Behinderungen eine Chance bekommen sich in der Gesellschaft zu integrieren. Diese ist gering, jedoch will Alexander sie nutzen.

Durch die Geschichten seiner Protagonisten ist es Benjamin Bidder gelungen zu zeigen, wie facettenreich das Portrait junger Russen heute ist. Allerdings kann man nicht sagen, dass die Protagonisten ein typisches Bild eines junger Russen oder einer Russinnen darstellen. Die meisten kommen aus den Großstädten Moskau und Sankt-Petersburg oder studieren dort. Man vermisst Geschichten einfacher junger Menschen aus den Provinzen, oder diejenigen die kein Interesse an  Politik haben und  auch nicht wählen gehen aber in Putins Regime leben müssen. Auch Portraits von  Kindern hoher Beamten oder reicher Geschäftsleute, die vom heutigen politischen System profitieren ohne für ihre politischen oder sozialen Rechten kämpfen zu müssen, findet man im Buch nicht.

Die Generation Putin ist so vielfältig, dass es nicht einfach ist, alle typischen Charaktere in einem Buch zu beschreiben. Bidder greift die Geschichten engagierten junger Menschen auf. Einige von ihnen sind politisch aktiv  oder suchen sich selbst und eine bessere Zukunft für Russland auf andere Wege. Doch sie sind längst kein Durchschnitt der Generation 1991.

Nichtdestotrotz ist das Buch für diejenigen zu empfehlen, die die Zusammenhänge zwischen den Geschehnissen der russischen Innenpolitik besser verstehen möchten. Auch wenn man kein vollständiges Bild von der Generation Putin bekommt, lernt man sehr interessante / beachtenswerte  Vertreter dieser Generation kennen.

Vielleicht schafft das Cover des Buches, auf dem eine geballte Faust mit einem roten Stern abgebildet ist, einen falschen Eindruck, dass die Generation Putin die starke Macht braucht und sich nach der Sowjetunion sehnt. Das Bild der Generation 1991 ist jedoch viel komplexer. Das Buch lohnt sich für diejenigen, die diese Komplexität besser verstehen wollen.

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Der gute Mensch Nikolai

„Der gute Mensch Nikolai“

von Maria Krull

Im Januar 1945 mussten wir von den anrückenden Russen unser kleines, an der Prosna gelegenes Dorf Waldungen im Kreis Kreuzburg verlassen. Teils mit dem Zug, teils mit den Trecks unterwegs, fanden sich sie einzelnen Familienmitglieder im Laufe der nächsten Wochen bei Verwandten in Lähn, Kreis Löwenberg, ein. Als auch dort die Front näher rückte, flüchteten wir weiter in Richtung Sudetenland.

Ein Onkel war mit zwei Pferden und einem Planwagen zu uns gestoßen. Mit ihm und der inzwischen auf zehn Personen aufgewachsenen Familie, von der 71jährigen Großmutter bis zum 3jährigen Urenkel, waren wir unterwegs.

In Ruschowan, einem Dorf in der Nähe von Leitmeritz, fanden wir ein Unterkommen. Dort waren wir auch am 08.Mai 1945, dem Tag der Kapitulation, und erlebten das Chaos des Zusammenbruchs: die einmarschierenden russischen, und wie ich mich erinnere, auch polnischen Soldaten, die flüchtenden deutschen Soldaten, die noch über die Elbe wollten, weil auf der Seite die Amerikaner stehen sollten. Die Straßen waren verstopft mit liegengebliebenen Wehrmachtsfahrzeugen.

Ich erinnere mich an einen Lastwagen mit Post für die Soldaten. Die Umgebung war bald übersät mit aufgerissenen Briefen, in denen nach Geld und Zigaretten gesucht worden war. Versprengte deutsche Soldaten schleppten verwundete Kameraden mit sich. Ehemalige Zwangsarbeiter und Insassen des Konzentrationslagers Theresienstadt waren auf dem Heimweg.

Als sich Ende Mai die Situation auf den Straßen etwas beruhigt hatte, machten auch wir uns auf den Weg zurück. Tschechische Milizen waren inzwischen da. Immer wieder wurde unser Wagen durchsucht und alles Brauchbares mitgenommen. An Leib und Leben erlitten wir glücklicherweise keinen Schaden. Doch die Grenzübergänge nach Schlesien waren geschlossen. Sie wurden von den Milizen kontrolliert.

Wir kamen zu einem Grenzübergang bei Zittau in der Oberlausitz. Die Straße war verstopft mit einem Treck aus einem niederschlesischen Dorf, der nach Hause wollte. Die Menschen durften nur mit etwas Handgepäck über die Grenze. Pferde und Wagen, teilweise auch Ochsengespanne, wurden von tschechischen Soldaten weggefahren. Ich werde den Bauern nicht vergessen, der vor mir, dem damals elfjährigen Kind, stand und in hilfloser Verzweiflung immer sagte: „Mein Ochsen… drei Gespanne, wie sollen wir nach Hause kommen…, wie soll ich meine Felder bestellen …?“, bis seine Frau kam und ihn behutsam wegführte.

Wir kamen auf dieser Straße nicht weiter und machten an einer Straßenkreuzung Last. Es wurde überlegt, wie es weitergehen sollte, und die Großmutter geriet in die gleiche Verzweiflung wie der Bauer: „Wie sollen wir nach Hause kommen, ich kann nicht so weit laufen. Lasst mich doch gleich sterben!“

Da kam ein junger russischer Soldat auf einem Fahrrad, hielt an und fragte zunächst auf Deutsch nach zwei oder drei Reitern. Wir hatten keine gesehen. Dann wollte er wissen, warum die Großmutter so traurig sei. Sie klagte ihm unsere Situation. Er darauf: Wir sollten hier warten, in zwei bis drei Stunden käme er zurück und würde uns über die Grenze bringen. Er sei Schreiber auf der Kommandantur in Zittau.

Wir warteten also. Die Stunden vergingen. Zweifel kam auf. „Der kommt doch nicht mehr!“ Nur die Großmutter war überzeugt, dass er sein Versprechen einhalten würde. Und kurz vor Einbruch der Dunkelheit geschah, womit keiner mehr gerechnet hatte: Verschwitzt und atemlos kam der junge russische Soldat angeradelt!

Er hatte erst seinen Dienst beenden müssen, und Zittau, auf der anderen Seite der Grenze, war ja auch einige Kilometer entfernt. Kurz: er war da und wollte uns, in der Hand die Pistole oder die Hand auf der Pistolentasche, begleiten, damit es so aussähe, als wenn er uns gefangen zur russischen Kommandantur führe. Alle Frauen sollten mit gesenkten Köpfen und niedergeschlagenen Mienen hinter dem Wagen her gehen. Der Grenzübergang lag verlassen da. Als wir fast hindurch waren, kamen tschechische Milizen herangestürmt. Ein kurzer Wortwechsel, und wir zogen ungehindert weiter!

Auf einem Bauernhof im nächsten Dorf fanden wir noch ein Quartier für die Nacht, von den Leuten etwas misstrauisch aufgenommen, weil sie Die Anwesenheit des russischen Soldaten und unsere wohl auch euphorische Verfassung nicht so ganz verstehen konnten. Nikolai, so hatte er sich inzwischen vorgestellt, war 20 oder 22 Jahre alt und stammte aus der Nähe von Moskau. Er wollte am nächsten Tag vor unserer Abfahrt noch einmal kommen. Wir haben sie bis zum Mittag verschoben. Er kam nicht mehr.

Dem guten Mensch Nikolai möchte ich auf diese Weise „Danke“ sagen.

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Maria Krulls „Der gute Mensch Nikolai“ wurde im Rahmen eines vom Westdeutschen Rundfunk, Abt. Hörfunk ausgerichteten Schreibwettbewerbs unter dem Titel „Der Mensch, der mir geholfen hat. Hörer erzählen von Flucht und Vertreibung vor 50 Jahren“ erstmal veröffentlicht.

 

 

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Kulturbrücke Wuppertal – Engels

Ich habe mich eigentlich auf eine offizielle Veranstaltung im Landtag eingestimmt. Ich wollte mich und die Auslandsgesellschaft der russischen Delegation aus der Region Saratow vorstellen und Bescheid sagen, dass ich den folgenden Termin am Sonntag für sie organisiert habe. Doch sobald ich die Gäste aus Russland gesehen habe, wurde mir klar, das wird keine trockene Protokollveranstaltung sein.

Ich habe die Gruppe bereits auf dem Foto  gesehen. Und dann plötzlich standen sie vor mir an der Haltestelle. Man konnte sie mit keinen anderen Jugendlichen verwechseln – so ausdrucksvoll waren ihre Gesichter, so charismatisch war ihre Ausstrahlung!

Ich habe ein kleines Grüppchen auf Russisch angesprochen: „Fahrt ihr auch zum Landtag?“ In wenigen Minuten, ganz spontan haben wir uns kennengelernt. Sie sind junge Aktivisten der deutschen Klubs aus der Region Saratow an der Wolga. Die meisten sind Russlanddeutsche. Sie sind auf Einladung des Vereins „Kulturbrücke Wuppertal – Engels“ und des Büros des Landtagsabgeordneten Werner Jostmeier für einige Tage nach Deutschland gekommen, um ihr Theaterstück zu zeigen. Also, eine Gastspielreise! Wie einer meiner neuen Bekannten gescherzt hat: „Professionelle Schauspieler studieren jahrelang uns spielen dann das ganze Leben in den Theatern in der Provinz, und wir, nicht-professionelle Schauspieler, haben bereits Gastspielreisen im Ausland!“

Sie sind sehr wissbegierig. Sie wollen alles wissen. Im Landtag stellen sie viele Fragen über das politische System Deutschlands und des Landes NRW. Aber auch an meiner eigenen Geschichte haben sie ein großes Interesse. „Wie ist das Leben in Deutschland? Wie oft fährst du nach Hause? Welche Unterschiede zwischen Russen und Deutschen hast du bemerkt?“ Wir haben uns schnell angefreundet und ich habe sie alle ins Herz geschlossen.

Ich war sehr gespannt auf das Theaterstück und wollte meine neuen Bekannten nun mal endlich auf der Bühne sehen. Im Theaterstück, das am Sonntag in Wuppertal aufgeführt wurde, sollte es sich um die Tragik der Deportation der Sowjetdeutschen im Jahre 1941 handeln. Doch es fängt wie eine Komödie an. Ein unbeschwertes Leben einfacher Menschen, Russen und Deutschen, in der Stadt Engels an der Wolga…Ein junger Poet kann nicht entscheiden, in welche der drei Frauen er verliebt ist. Am Ende stimmt sein Herz der jungen deutschen Frau Erna zu. Plötzlich steht ein NKWD-Offizier auf der Bühne und liest den Dekret  des Obersten Sowjets der UdSSR vom 28. August 1941 über die Deportation der Sowjetdeutschen vor. Erna und ihre Verwandten müssen sofort ihre Sachen packen und werden von dem Offizier abgeholt. Die erst angefangene Liebesgeschichte nimmt ein tragisches Ende. Im Anschluss singt der Chor das Lied der Moorsoldaten, die Hymne der Gefangenen der Konzentration- und Arbeitslager. Das geht mir unter die Haut.

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Man hatte viele Fragen an die Schauspieler. Was bewegt junge Menschen in ihrer Freizeit, sich mit der Geschichte zu beschäftigen und sie künstlerisch aufzuarbeiten. „Wir wollen unsere Vergangenheit besser kennen lernen. Das, was Sie gerade auf der Bühne gesehen haben, ist auch in unserer eigenen Familien passiert“.

Durch diese Begegnung habe ich einen Faden zwischen Russland und Deutschland für mich gefunden, ich glaube einen festen Faden. Auf einer Seite junge Menschen mit deutschen (und nicht nur deutschen) Wurzeln, die in Russland leben und Kontakt zu Deutschland halten, auf der anderen Seite ich, Russin, die Deutschland liebt und ein großes Interesse an die deutsch-russischen Begegnungen hat und diese im Rahmen des  Projektes „Deutsch-Russische Akademie Ruhr“ unterstützt.

*  Die Auslandsgesellschaft und die Deutsch-Russische Akademie Ruhr arbeitet mit den Partnern aus der Politik Zusammen. Das Projekt ist aber unparteiisch und vertritt keine Interessen der politischen Parteien oder Bewegungen.


 

Вообще-то я настроилась на официальное мероприятие в Ландтаге (земельном парламенте). Я собралась представить себя и нашу организацию Auslandsgesellschaft и сообщить, что я организовала мероприятие в воскресенье для наших гостей и России. Но как только я увидела наших гостей, я поняла, что это мероприятие не будет официальным протокольным мероприятием.

До этого я видела эту группу ребят на фото для плаката к их постновке. И вдруг они стоят передо мной на остановке. Их нельзя было перепутать с другими молодыми людьми – настолько выразительные и харизматичные лица.

Я спросила их по-русски: „Вы тоже едете в Ландтаг?» И всего за несколько минут, спонтанно, на оснановке и в трамвае, пока мы ехали в Ландтаг, мы познкомились. Они молодые активисты немецких культурных автономий из Саратовского региона и других городов. Большинство из них российские немцы. Они приехали по приглашению общества «Культурный мост Вупперталь – Энгельс»  и депутата Ландтага Вернера Йостмайера на несколько дней в Германию, чтобы представить свой спектакль. В общем, гастроли. Один из моих новых знакомых пошутил: «Профессиональные актеры годами учатся, а потом всю жизнь играют в провинциальных театрах, а мы, непрофессионалы, уже на гастроли заграницу ездим».

Они очень любознательные и хотят все знать. В Ландтаге они задают много вопросов о политической системе Германии и земли Северный Рейн – Вестфалия. Но и к моей личной истории у них большой интерес. «Как тебе жизнь в Германии? Часто ли ты ездишь домой? Какие различия между немцами и русскими ты заметила?». Мы быстро подружились и они мне очень понравились.

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Мне не терпелось увидеть спекталь и моих новых друзей на сцене. Спектакль, который был показан в воскресенье  в Вуппертале, должен был рассказать о трагических событиях депортации советских немцев в 1941-м году. Однако в начале он был больше похож на комедию. Беззаботная жизнь обычных людей, русских и немцев в городе Энгельс на Волге…Молодой поэт не может решить, в кого из трех девушек он влюблен. В конце концов его сердце выбирает немецкую девушку Эрну. И вдруг на сцене появляется офицер НКВД, который зачитывает приказ о депортации немцев от 28 августа 1941 года. Эрна и ее родственники должны в тот же момент собрать все вещи, их уводит с собой офицер. Только начавшаяся история любви трагически обрывается.  В конце хор поет «Песню болотных солдат», гимн узников концентрационных лагерей. Она пробирает до мурашек.

У зрителей было много вопросов к исполнителям. Что заставляет молодых людей в свободное время заниматься историей и перерабатывать историю с помощью театрального искусства? «Мы хотим лучше узнать свое прошлое. То, что Вы только что видели на сцене, это часть истории наших семей».

После этого знакомства, кажется, что я нашла нить между Россией и Германией. И я думаю, прочную нить. С одной стороны молодые ребята с немецкими и не только корнями, которые живут в России, но сохраняют контакт с Германией. С другой стороны я, русская, которая имеет огромный интерес к таким российско-немецким встречам и поддерживает их в рамках проекта «Германо-Российская Академия Рур».


 

* Мы просим принять во внимание, что Auslandsgesellschaft и Deutsch-Russische Akademie сотрудничают с представителями политики, однако не представляют интересы какой-либо политической партии или движения.


 

Die Moorsoldaten

Wohin auch das Auge blicket.
Moor und Heide nur ringsum.
Vogelsang uns nicht erquicket.
Eichen stehen kahl und krumm.

Wir sind die Moorsoldaten
und ziehen mit dem Spaten ins Moor.
Wir sind die Moorsoldaten
und ziehen mit dem Spaten ins Moor.

Hier in dieser öden Heide
ist das Lager aufgebaut,
wo wir fern von jeder Freude
hinter Stacheldraht verstaut.

Wir sind die Moorsoldaten etc

Morgens ziehen die Kolonnen
in das Moor zur Arbeit hin.
Graben bei dem Brand der Sonne,
doch zur Heimat steht der Sinn.

Wir sind die Moorsoldaten etc

Heimwärts, heimwärts jeder sehnet,
zu den Eltern, Weib und Kind.
Manche Brust ein Seufzer dehnet,
weil wir hier gefangen sind.

Wir sind die Moorsoldaten etc

Auf und nieder geh´n die Posten,
keiner, keiner kann hindurch.
Flucht wird nur das Leben kosten,
vierfach ist umzäunt die Burg.

Wir sind die Moorsoldaten etc

Doch für uns gibt es kein Klagen,
ewig kann nicht Winter sein,
einmal werden froh wir sagen:
Heimat du bist wieder mein.

Dann zieh´n die Moorsoldaten
nicht mehr mit dem Spaten ins Moor.
Dann zieh´n die Moorsoldaten
nicht mehr mit dem Spaten ins Moor