12. Mai 2018

Bereits am Samstag trafen wir auf  Prof. Dr. Wjatscheslaw Schulshenko, Universität Pjatigorsk, der uns mit 2 Studierenden, die sich als hervorragende Dolmetscherinnen entpuppten, zu einem ersten Spaziergang. In entspannter Atmosphäre erfuhren wir im Rahmen dieses ersten Kennenlernens am Fuße des Berges Maschuk viel über das Leben in der Region Kaukasus und Umgebung. Sowohl die Informationen über die aktuellen Lebensrealitäten der Menschen in Pjatigorsk, als auch der historische Einblick in die Region des Nord-Kaukasus zeigte, wie wenig man eigentlich voneinander weiß. Bereits um die Mittagszeit fanden intensive literarische Gespräche statt, die bis in den Nachmittag hinein vertieft wurden. Bereits in den ersten Stunden dieses Tages wurde klar, dass die zentrale Aufgabenstellung dieses Projektes, nämlich die Suche nach kreativen und alternativen deutsch-russischen Dialogwegen, auf einem gutem Weg war.

Der eigentliche Höhepunkt des Tages war dann der Besuch und vor allem die Einbindung(!) der Delegationsteilnehmer*innen in das jährlich stattfindende Straßenpoesiefestival.

13.Mai 2018

Begleitet durch 2 Studierende der Universität erkundeten wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt Pjatigorsk. Über mehrere Stunden hinweg staunen wir nicht schlecht darüber, wie viele literarische Orte und Sehenswürdigkeiten in Pjatigorsk gepflegt werden. Stichworte dazu: Lermontov, Puschkin, Tolstoi, u.a.

14.Mai 2018

Besuch bei der Dekanin des Instituts für Fremdsprache und Tourismus der Staatlichen Universität Pjatigorsk, Frau Prof. Dr. Irina Akopyants.

Uns allen wird das intensive Gespräch in weltoffener Atmosphäre über die Wichtigkeit der deutsch-russischen Beziehungen, nicht nur im Bereich eines literarischen Austauschs, lange in Erinnerung bleiben.

Nach dieser Visite trafen wir uns in der Universität mit Studierenden zu einem runden Tisch, der unter dem Motto „Moderne Literatur in Russland und Deutschland“ stand. Es erfolgte ein lebhafter Austausch über die jeweilige Situation der Literatur in Deutschland und Russland.

Die Begeisterung der Studierenden für dieses Thema war mit den Händen zu greifen. Gleiches galt für die Teilnehmer der Delegation. Bis in den Nachmittag hinein wurden Erfahrungen und Meinungen ausgetauscht und diskutiert. Dieses Treffen war außerordentlich befruchtend für beide Seiten.

15.Mai 2018

Dieser Tag stand ganz im Zeichen des großen russischen Schriftstellers Lermontov. Im Zweijahresrhythmus finden sich Teilnehmer*innen aus allen Teilen der Welt zum Internationalen Lermontov Kongress (International Science Lermontov Conference) ein. Vollkommen beeindruckt von dieser Veranstaltung konnten wir uns an den literarischen Fachgesprächen beteiligen und uns mit Schreibenden aus vielen Ländern austauschen. Unsere Delegationsteilnehmer*innen freundeten sich mit russischen Autor*innen an und tauschten Standpunkte und Erfahrungen aus.Bereits kurz nach der Rückkehr unserer Delegation gab es schon Mail-Kontakte, die intensiviert und ausgebaut werden.

16.Mai 2018

Unter fachkundiger Leitung von Frau Dr. Natalia Kashirina und in Begleitung von Prof. Dr. Schulshenko, begaben wir uns auf eine Rundfahrt durch die Städte der Region Mineralye Wody / Pjatigorsk. Zu unserer großen Freude stießen am Nachmittag einige unserer neuen russischen Freunde zu uns, um ihrerseits bei einem gemeinsamen Essen den Kontakt mit uns zu suchen und ihre Ideen für mögliche weitere Projekte einzubringen. Dieses Zusammentreffen war für uns von großer Bedeutung, weil es uns zeigte, wie nah wir alle mit unseren Herzen beieinander sind.

Autor Thorsten Trelenberg