Interkulturelles Lernen im BVB-Lernzentrum

Vor kurzem empfing die Auslandsgesellschaft eine russische Jugenddelegation aus der Partnerstadt Rostow am Don. Unsere Partnerstadt ist in diesem Jahr ein Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft. Das Thema der Begegnung lag deswegen auf der Hand: Fußball. Fußball spielt in Dortmund und in Rostow am Don eine bedeutende Rolle. Ist es ein Grund für den Lokalpatriotismus, ruft Fußball sogar den Stolz auf die Nation hervor? Wie empfinden das die jungen Menschen? Wie kann die Gesellschaft von solchen großen Sportereignissen wie die WM profitieren. Diese und noch andere Fragen haben die russischen Gäste zusammen mit den Studenten aus Dortmund diskutiert.

Im Laufe  der Diskussion haben wir festgestellt, dass Fußball ein integratives Potenzial hat. Wo kann man mehr darüber erfahren als im BVB-Lernzentrum? Am 1. Juni  besuchten wir das Workshop „Interkulturelles Lernen“, das zu unserer großen Freude direkt im Stadion durchgeführt wurde. Es war von Vorteil, dass außer unserer deutsch-russischen Gruppe auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Integrationskursen der Auslandgesellschaft mitgekommen sind. Das Team war international: Brasilien, Griechenland, Afghanistan, Bulgarien, Italien, die Türkei, Marokko, Russland und Deutschland. Mit der Unterstützung unseres tollen Teamers haben wir über unsere Herkunft, Traditionen und überraschenderweise auch über Küche gesprochen.

Wir haben Einblicke in die pädagogische und Integrationsarbeit des Lernzentrums bekommen. Besonders viel arbeiten die Teamer des Lernzentrums mit den Integrationsklassen, um den jungen Migrantinnen und Migranten das Interesse zum Sport und natürlich zum heimischen Verein näherzubringen.

Mehr Infos: https://www.youtube.com/watch?v=rvVtPe6WEnQ

Das Highlight des Besuchs war natürlich die Führung durch das Stadion. Während der Führung wurden wir sogar von einem Fernsehteam begleitet. Die Journalisten interessierte in der ersten Linie, was die jungen Russen von der Fußball-Weltmeisterschaft erwarten. Einige freuen sich einfach auf einen internationalen Event, die anderen auf die praktischen „Nebeneffekte“ – Erneuerung und Aufbau der Sportinfrastruktur.

Kirill Posternyak: Es gibt viele Menschen, die sich mit anderen austauschen und verständigen wollen, Menschen, die für Freundschaft und Internationalität sind. Fußball kann sehr gut dazu beitragen, weil ihm ein Spiel zugrunde liegt. Ein Spiel verbindet immer, auch wenn man da gegeneinander antritt.

Michael Fritz: „Die WM hat dazu geführt, dass unsere Stadt große Finanzierung bekommen hat und dass ein großer Teil der Stadt jetzt saniert wird“.

Wir danken dem BVB-Lernzentrum für das interkulturelle Training, das neue Wissen und für die spannende Stadionführung!