DRA Ruhr zu Gast in Essen

nizhnynovgorod2005_city_coa Wappen-Essen

Die Deutsch-Russische Akademie Ruhr knüpft weiter Kontakte. Diesmal habe ich im Namen des Projektes die Stabsstelle Internationale Beziehungen besucht und dabei auch den Verein „Deutsch-Russische Begegnungen“ kennengelernt.

Die Städtepartnerschaft zwischen Essen und Nizhnij Nowgorod gibt es seit 25 Jahren und ist aus einer Bürgerinitiative entstanden. Im Gegenzug zu Dortmund z.B. und einigen anderen Städten des Ruhrgebiets, wo die Städtepartnerschaften mit russischen Städten aufgrund der ähnlichen industriellen Struktur beschlossen wurden,  begann die Freundschaft zwischen Nowgorod und Essen auf der gesellschaftlichen Ebene. Der Verein „Deutsch-russische Begegnung e.V.“ hat viel dazu beigetragen.

Die Städtepartnerschaften der Städte im Ruhrgebiet sind trotzdem von der Industriegeschichte geprägt. So pflegt der Regionalverband Ruhrgebiet intensive Kontakte mit einem Regionalverband im Nord-Osten Englands. Im Laufe der Jahre hat man ein Themencluster für gemeinsame Begegnungen ausgearbeitet. Die Themen sind wenig überraschend: Industriekultur und Strukturwandel.

Doch Herr Michael Theisen vertritt aber die Meinung, dass man bei der Entwicklung der Städtepartnerschaften nicht unbedingt Vorlieben haben sollte (eine Industriestadt arbeitet mit einer Industriestadt zusammen). So steht  heutzutage Jugendaustausch im Focus der Städtepartnerschaft Essen –Nizhnij Nowgorod (Russland). Essen unterstütz  aktiv den Studentenaustausch. Zum Beispiel bekommen Studenten Möglichkeit ein Praktikum in der Journalistenschule NRZ (Neue Ruhr-Zeitung) zu absolvieren. Möglichkeiten für den Austausch gibt es auch für Medizinstudenten im Rahmen der Kooperation zwischen der Medizinischen Akademie Nizhnij Nowgorod und dem Universitätsklinikum Essen. Eins der letzten Jugendprojekte wurde dem 70. Jahrestag des Kriegsendes gewidmet. Jugendliche aus den beiden Städten haben sich über Symbole des Sieges und des Friedens und ihre unterschiedliche Bewertung in Russland und in Deutschland ausgetauscht.

Auf der Konferenz „Deutsch-Russische kommunale Partnerschaften – Auf dem Weg von Karlsruhe 2015 nach Krasnodar 2017, die Anfang Juni 2016 in Moskau stattgefunden hat und wo die Deutsch-Russische Gesellschaft Essen vertreten war, wurde sogar eine spezielle Arbeitsgruppe „Deutsch-Russische Städtepartnerschaften des deutsch-russischen Jugendaustauschs 2016-2017“ gegründet, um Städte sich über Best Practice Beispiele im Bereich der Jugendarbeit austauschen konnten. Essen – Nizhnij Nowgorod wurde als eine vorbildliche Städtepartnerschaft für ihre Jugendarbeit gelobt.

Die Deutsch-Russische Akademie Ruhr möchte, dass auch andere Städte von diesen best practice Beispielen lernen. Deswegen haben wir vor, eine öffentliche Veranstaltung für  das breite Publikum und für  Vertreter der Städtepartnerschaftsvereine aus der Region Ruhr organisieren.

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